Hinter den Kulissen

Eine Fertigung, die nicht schläft.

Jede Änderung an DecisionEngine wird gebaut, unabhängig gegengelesen, gemessen und gegen historische Trainingstage nachgespielt, bevor sie ein Gerät erreicht. Diese Seite zeigt das Verfahren — nicht das Rezept.

Die Entwicklungsschleife: Nutzung, Signal, Sortierung, Auftrag, Bau, Auslieferung — und zurück zur Nutzung. Nutzung Signal Sortierung Auftrag Bau Auslieferung Fast täglich eine neue Version

01 — Gezählt, nicht geschätzt

Der Umfang

Jede Zahl hier ist aus dem Quellcode-Bestand gezählt, nicht gerundet und nicht geschönt.

710
Quelldateien der App
12 173
automatische Tests
2 873
Referenzbilder der Oberfläche
64
Automaten, die rund um die Uhr laufen
401
Prüf- und Selbsttest-Skripte
51
Beta-Builds in 54 Tagen
682
protokollierte Entscheide mit Begründung
13
verbindliche Architektur-Entscheide

Stand 1. September 2026. Vor jedem Hochladen läuft ein Ausschnitt von rund 4 300 Tests in gut drei Minuten; der volle Durchlauf mit allen Athleten-Simulationen dauert über eine Stunde und läuft nachts.

02 — Der Weg einer Änderung

Von der Idee bis auf dein iPhone

Dieser Ablauf läuft ohne Zutun — ausser dort, wo eine echte Produktentscheidung ansteht. Die gehört einem Menschen.

  1. Eine Aufgabe entsteht

    Aus Tester-Rückmeldungen, aus dem Backlog — oder weil einer der Automaten selbst etwas gefunden hat, das nicht stimmt.

  2. Der Verteiler nimmt sie auf

    Jede Aufgabe bekommt eine eigene, abgeschottete Arbeitskopie des Projekts. Zwei Aufgaben können sich nicht ins Gehege kommen.

  3. Das Werkzeug richtet sich nach dem Risiko

    Ein Tippfehler bekommt ein kleines, schnelles Modell. Alles, was den Entscheidungskern oder die Sicherheit berührt, bekommt das stärkste — mit ausdrücklich langer Denkzeit. Im Zweifel immer das stärkere.

  4. Gebaut und geprüft am Simulator

    Nie „sieht richtig aus“: kompiliert, ausgeführt, gemessen. Ein roter Test heisst zurück an die Arbeit, nie „Test abschalten“.

  5. Ein unabhängiger Gegenleser

    Ein zweiter, getrennter Vorgang liest den Vorschlag mit der ausdrücklichen Aufgabe, ihn zu zerlegen — ohne die Gedanken des Autors zu kennen. Wer selbst gebaut hat, prüft nicht sich selbst.

  6. Die Tore

    Bild-für-Bild-Vergleich der Oberfläche, Sprachprüfung Deutsch und Englisch, Design-System, Bedienungshilfen, und für den Entscheidungskern ein Wiederholungslauf gegen historische Tage: Verschiebt die Änderung Empfehlungen? Wenn ja, geht sie an den Menschen.

  7. Zusammenführen, Bauen, Ausliefern

    Nachts läuft der Release-Zug: voller Testdurchlauf, Bau, Hochladen zu TestFlight. Bricht irgendetwas, fährt er nicht los — lieber kein Build als ein kaputter.

03 — Der geschlossene Kreis

Der Kreis schliesst sich von selbst

Das Ende der Kette ist wieder ihr Anfang. Was ein Tester meldet, wird eingesammelt, sortiert, zu einer Aufgabe, zu Code, zu einem Build — und landet als neue Version bei genau dem Tester zurück.

01
Rückmeldung aus der Beta wird automatisch abgeholt
02
Sortiert und entdoppelt — dieselbe Sache zweimal wird als dieselbe erkannt
03
Wird zur Aufgabe mit Abnahmekriterien
04
Gebaut, gegengelesen, durch die Tore
05
Nächtlicher Release-Zug baut und lädt hoch
06
Neue Version erreicht die Tester

Und dann von vorn. Ein eigener Wächter merkt sich sogar, ob dieselbe Beschwerde wiederkehrt — dann war die Sache eben nicht erledigt, egal was im Ticket stand.

04 — Sicherheit

Die beste Absicherung ist, was gar nicht existiert

Es gibt kein Konto, keinen Server und keine Datenbank mit deinen Gesundheitsdaten. Damit fällt die gesamte Klasse von Vorfällen weg, die andere Anbieter regelmässig trifft.

  • Keine zentrale Beute. Es gibt keinen Ort, an dem die Daten vieler Menschen zusammenliegen — also auch keinen, der abfliessen könnte.
  • Keine fremden Bausteine. Weder Werbe- noch Analyse-Bibliotheken von Dritten sind in der App. Was nicht mitgeliefert wird, kann auch nicht heimlich mitlesen.
  • Zugangsschlüssel im Schlüsselbund. Verbindest du einen Trainingsdienst, liegt der Zugangsschlüssel ausschliesslich im gesicherten Schlüsselbund des Geräts — nicht in einer Datei, nicht in der Cloud.
  • Keine Ausnahme bei der Transportsicherheit. Die App hat sich keine Erlaubnis für unverschlüsselte Verbindungen eingeräumt — auch nicht „nur für Tests“.
  • Datenschutz-Manifest für App und Widget. Apples maschinenlesbare Erklärung, welche Daten wozu genutzt werden — für beide Bestandteile hinterlegt, nicht nur für die Haupt-App.
  • Nächtliche Sicherheitsprüfung. Ein eigener Automat sucht jede Nacht nach bekannten Schwachstellenmustern und meldet Funde als Aufgabe.
  • Geheimnis-Prüfung vor jeder Auslieferung. Kein Build geht raus, ohne dass der Stand nach versehentlich hinterlegten Zugangsdaten durchsucht wurde.

05 — Sprache

Jede Version vollständig in beiden Sprachen

Nicht „Deutsch kommt später“. Deutsch und Englisch sind gleichrangig, in jeder einzelnen Auslieferung — erzwungen, nicht erhofft.

  • 2 565 Textbausteine , jeder in beiden Sprachen gepflegt.
  • Ein Prüfer blockt fest verdrahteten Text. Wer einen Satz direkt in den Code schreibt statt in den Sprachkatalog, kommt nicht durch die Tore — es gibt keine Ausnahme „nur dieses eine Mal“.
  • Auch die grösste Schrift wird geprüft. Die Referenzbilder decken Deutsch bei maximaler Systemschriftgrösse ab — dort, wo lange deutsche Wörter Oberflächen sonst zerreissen.

06 — Die Hausregel

Ein Prüfer hat drei Ausgänge, nicht zwei

Der teuerste Fehler in einer automatischen Fertigung ist nicht ein Prüfer, der Alarm schlägt. Es ist einer, der „in Ordnung“ meldet, obwohl er gar nichts gemessen hat.

Bestanden
gemessen — und in Ordnung.
Durchgefallen
gemessen — und nicht in Ordnung.
Ungemessen
konnte nicht prüfen. Ein eigener Ausgang — nie stillschweigend einer der beiden anderen.

Beweise es, indem du es zurückbaust

Ein neuer Prüfer gilt erst als abgenommen, wenn er den Fehler, gegen den er gebaut wurde, nachweislich wiederfindet — nachdem man die Korrektur versuchsweise rückgängig gemacht hat. Eine Prüfung, die nie ausgelöst hat, hat nichts bewiesen.

Diese eine Regel ist aus Schaden entstanden: an einem einzigen Tag fanden sich sechs Prüfer, die „nicht gemessen“ still zu „in Ordnung“ gemacht hatten. Seither ist es die verbindlichste Regel im Haus.

07 — Warum das dich betrifft

Disziplin ist kein Selbstzweck

Eine Empfehlung ist so gut wie ihre Prüfung

Eine Trainingsentscheidung, die auf einem unbemerkten Rechenfehler steht, ist schlimmer als keine. Deshalb der Aufwand.

Kein Server heisst auch: weniger, was schiefgehen kann

Es gibt keinen Dienst von uns, auf dem deine Gesundheitsdaten liegen könnten. Was es nicht gibt, kann nicht undicht werden.

Jede Empfehlung ist nachvollziehbar

Die App zeigt dir auf Wunsch, welche Signale zu ihrem Vorschlag geführt haben — bis hinunter zu den Einzelwerten. Kein „vertrau mir“.

08 — Ehrlichkeitshalber

Was hier bewusst nicht steht

Diese Seite zeigt das Verfahren, nicht das Rezept. Wie die Engine Signale gewichtet, wie sie aus deinen Rückmeldungen lernt und wie ihr Athletenprofil entsteht — das bleibt unser Handwerk.

Die sportwissenschaftliche Grundlage dagegen steht vollständig offen — jede Konstante mit Quelle aus der Fachliteratur, festgenagelt durch einen eigenen Test. Wer sie prüfen will, kann das bis zur Originalarbeit zurück.